Kurzgeschichte,  Writing Friday by Elizzy

Das Tagebuch, dass nicht gelesen werden wollte (Überarbeitet)

ACHTUNG! Solltest du diesen Beitrag per WordPress Reader lesen oder per Mail, so bitte ich dich den Beitrag direkt auf dem Blog zu lesen. Aufgrund von diversen Einstellungen und Formatierungen wird dir im Reader oder in der Mail der Beitrag nicht richtig angezeigt!

Einführung zum Re-Upload

Ich liebte den Writing Friday von der lieben Elizzy von dem Literaturblog ‚read books and fall in love‘. Gerne saß ich Abends vor dem Laptop und habe großartige Geschichten anderer Blogger gelesen und auch gerne selbst was veröffentlicht.

Der folgende Text war meine erste Teilnahme beim Writing Friday. Ich habe diesen Text noch einmal überarbeitet. Bspw. grobe Rechtschreibfehler (sicher sind immer noch welche dabei) oder eine bessere Formulierung.

Ich wünsche dir viel Spaß!

Schau doch mal bei Elizzy vorbei!

Das Tagebuch, dass nicht gelesen werden wollte

[…]
„Was zur Hölle denkst du dir eigentlich dabei?“
„wobei?“
„Mich einfach aufzuheben?“
„Ähm…“
„Was ‚ähm‘?“
„Stopp, warte mal! DU liegst hier auf dem Boden rum und fragst mich was ich mir denke? Was denkst du dir dabei, hier einfach herum zu legen? Du hast hier nichts zu suchen!“
„Ich denke mir gar nichts dabei, du dummes Kind! Ich häng hier so rum und lasse mich von der Sonne bräunen. Wonach sieht es denn aus?“
„Jetzt wirst du auch noch sarkastisch!“
„Ja na sicher! Wie soll ich denn sonst auf diese dumme Frage reagieren? Was soll ich hier schon auf dem Boden machen? ‚Ich bin ein hungriges altes Buch und werde mir jetzt ein Schnitzel auf dem Boden dieses dreckigen Schotterplatzes grillen!‘ Ist klar!“

„…“
„Jetzt leg mich wieder hin!“
„Ja, hätte ja sein können! Man weiß heutzutage doch kaum noch, was normal ist und was nicht! Aber bevor wir nicht geklärt haben, was du hier auf dem Boden suchst, werde ich dich nicht wieder hinlegen!“
„Als ob! Hat du schon einmal ein Tagebuch gesehen das sich ein Schnitzel brät? Hast du jemals ein Buch etwas essen sehen, außer Staub und Dreck von den Fingern des Schreibers oder Lesers?“
„Nein. Bis heute nicht. Du bist also ein Tagebuch?“
„Nee, ein Lexikon, Einstein! Natürlich – Wozu hab ich hier sonst an meiner Hüfte so ein schmuckes Schlößchen?“
„Wo ist dein Besitzer?“
„Keine Ahnung. Sie hat mich hier verloren. Sie hätte mich nie absichtlich liegen gelassen.“
„Mhh.. Wie heißt sie denn?“
„Das weiß ich nicht. Sie schrieb immer nur ‚deine P.‘ Wahrscheinlich als extra Sicherheit. Aber ich hätte niemals jemanden lesen lassen.“

„Darf ich mal in dir blättern?“
„Vergiss es! Soweit kommt das noch!“
„Nun sei mal nicht so aggressiv. Ich kann dich auch zur Bücherei bringen. Da blättern viele in dir rum. Die Menschen mögen es in der Intimsphäre anderer herum zu wühlen.“
„Das weiß ich. Das hat sie mir oft erzählt. Ihr Menschen seid echt ekelhafte Kreaturen. Was interessiert euch das Leben der Anderen? Kümmert euch um euren Scheiß!“
„Was hat sie dir noch so über uns Menschen erzählt?“
„Sehe ich aus wie ein vermodertes Geschichtsbuch? Ich bin ein Tagebuch! Ich hüte Geheimnisse. Da werde ich doch keinem daher gelaufenen Streuner die Gedanken meiner Besitzerin erzählen.“
„Hey! Ich bin kein Streuner!“
„Was bist du denn?“
„Ich bin ein Mann auf der Suche. Also ein Sucher. Kein Streuner…“
„Was suchst du denn?“
„Meine Freundin. Nachdem die Zone besetzt wurde… wurden wir getrennt.“
„Ach guck.“
„Ach guck? Was soll das denn heißen?“
„Solange liege ich hier auch schon rum.“

„Ohjee.. Was machst du denn die ganze Zeit. Jetzt mal ernsthaft.“
„Beobachten. Auf mir herum trampeln lassen. Nicht jeder nimmt sich die Zeit und unterhält sich mit einem Buch.“
„Bin ich der erste?“
„Nein. Vor dir war schon einmal ein alter Mann hier. Der wollte mich mitnehmen und von den Agenten lesen lassen.“
„Hat er aber nicht… Offensichtlich“
„Nein. Er bekam Mitleid und ließ mich schließlich liegen.“
„Er hätte dich ja wenigstens hinstellen können, dann müsstest du nicht den ganzen Tag in den Himmel starren. Warte mal…“
„Vielen Dank. Oh, wo kommt die Mauer her?“
„Die haben sie gebaut. Warum, weiß keiner.“
„Ihr Menschen seid echt komisch.“
„Ja. Da stimmt.“
[…]

Wieso zur Hölle kann dieses Buch reden? Was ist das für eine Mauer? Wer ist der Sucher? Wer hat das Tagebuch liegen lassen? Und was hat es mit den Agenten auf sich?

Viele Fragen und ich gebe dir keine Antworten.
Das hat einen einfachen Grund: Ich möchte, dass du dir selber Gedanken machst. Wie ist deine Theorie? Lass es mich wissen!

Vielen Dank fürs Lesen!

Annie ❥

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.